Hochwassereinsätze theoretisch betrachtet

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Führungskräfte der Städtebereitschaft Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven bilden sich weiter.

Die Freiwillige Feuerwehr Sengwarden in Wilhelmshaven war am Samstag Ort so mancher Schadenfälle, aber alles nur theoretisch.
Die Führungskräfte der Städtebereitschaft aus Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven haben sich zu einer gemeinsamen Fortbildung zum Thema „Hochwasserschutz“ getroffen.

Nach einer gemeinsamen Einführung erhielten die Arbeitsgruppen von Bernhard Möller (Bereitschaftsführer Feuerwehr Oldenburg) die Aufträge. Unter anderem musste eine Sandsackfüllstation geplant und betrieben werden. Weitere Kameraden beschäftigten sich mit dem Themen Deichschutz, Aufbau und Betrieb eines Bereitstellungsraumes oder aber die Planung der Verpflegung für den Einsatz der Städtebereitschaft.

Hierbei wurde die angenommene Lage durch den Bereitschaftsführer Möller vom einfachen zum komplexen Sachverhalt geformt.
So wurde zum Beispiel angenommen, dass die Einkaufsmöglichkeiten für Verpflegungsmittel in einem Radius von 50 KM nicht mehr zur Verfügung standen, ebenso waren die Vorräte durch eine parallele Veranstaltung schon aufgebraucht. So musste sich die Verpflegungsgruppenführer Rolf Exner und Jan Müller (beide DRK Oldenburg) schon was einfallen lassen um die benötigten Verpflegungsmittel für die Kameraden der Bereitschaft zu organisieren.

Detlef Leija (Ol) und Jürgen Radermacher (WHV) machten sich ein Bild über den Einsatz der Städtebereitschaft auf einen 2 km langen Deichabschnitt. Hier galt es das Material und Personal auf begrenztem Raum so effektiv wie möglich einzusetzen. Da der Deich aber nur bedingt angefahren werden konnte galt es hierfür Lösungen im Rahmen von schnellen Eingreiftruppen zu finden.

Mark Pötter (OL) und Michael Spalthoff (DEL) erarbeiteten alles Rund um den Sandsackfüllplatz. Ein besonderes Thema war hier der Umgang mit Spontanhelfern. Aber auch die Betrachtung von Gefahren beim Sandsackfüllen oder die Frage nach dem Output eines solchen Platzes wurde betrachtet.

Im Anschluss an den theoretischen Planungen wurden die Arbeitsergebnisse zum Mittagessen hin der gesamten Ausbildungsgruppe vorgestellt. Hier wurde über das Für und Wider einiger Maßnahmen konstruktiv diskutiert. Unter anderem flossen hierbei auch vorhandene Erfahrung aus den abgeschlossenen Hochwassereinsätzen der Kameraden an der Elbe oder in Wilhelmshaven mit ein.

Nach dem Mittagessen stellte Carsten Biermann (stellv. Bereitschaftsführer Feuerwehr Wilhelmshaven) in einen Kurzvortrag den Hochwasserschutz in Wilhelmshaven vor. Einfluss hatte hier auch die Erfahrungen aus der LÜKEX (Länderübergreifende Kriesenmanagementübung) mit dem Thema „Bewältigung einer Sturmflut an der Nordsee“ in Wilhelmshaven.

Anschließend besichtigte die Gruppe mehrere Hochwasserschutzeinrichtungen (u.a. eine Deichscharte, die Schleuse in Hooksiel und den Jade-Weser-Port) in Wilhelmshaven.

Man fühle sich nun für kommende Einsätze gut vorbereitet, resümierten alle Beteiligte zum Abschluss der Veranstaltung im Jade-Weser-Port.

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